Den Mainradweg flussaufwärts in sieben Etappen
Etappe 1 | Von Kilometer Null bis Skyline Mainhatten | Mainz bis Frankfurt
Der Start unserer Reise auf dem Mainradweg beginnt in Mainz, wo wir nach unkomplizierter Anreise mit dem Auto am Bruchwegstadion parken. Über die Theodor-Heuss-Brücke überqueren wir den Rhein und erreichen barrierefrei Mainz-Kastel mit Reduit und Kunst am Wasser. In Mainz-Kostheim, am Kilometerstein Null, startet der Mainradweg offiziell. Wir ziehen ostwärts, zunächst mit offenem Ziel. Entlang des Mains passieren wir Hochheim mit seiner traditionsreichen Weinkultur, Flörsheim und Höchst mit Schloss und Altstadt, bevor wir per Fähre das Südufer wechseln. Am Schaumainkai rollen wir durch grüne Uferlandschaften mit Blick auf die Frankfurter Skyline. Über den Holbeinsteg gelangen wir zur neuen Altstadt, Römerberg und die geschichtsträchtige Paulskirche. Frankfurt zeigt sich lebendig, modern und beeindruckend. In Offenbach lassen wir den Tag ausklingen.
Etappe 2 | Schlösser, Märchen und coole Pausenplätze | Offenbach bis Aschaffenburg
Der zweite Tag führt uns durch einen spannenden Mix aus urbanem Wandel, Kultur und viel Mainufer-Atmosphäre. Vom modernisierten Offenbacher Hafen mit altem Kran und neuen Wohnquartieren radeln wir vorbei an kulturellen Zwischenstopps, am Wochenmarkt und am Schloss Isenburg. Unerwartete Perlen wie Schloss Rumpenheim und idyllische Rastplätze an der Rodaumündung machen den Tag besonders wertvoll.
Über einen kurzen Abstecher nach Hanau entdecken wir das „kleine Versailles am Main“, das Erbe der Gebrüder Grimm und die Geschichte der Goldschmiedestadt. Zurück auf dem Mainradweg geht es durch Steinheim mit Fachwerkromantik und weiter nach Seligenstadt, wo Kloster, Basilika und historische Altstadt zur Ruhe einladen.
Am Ende erreichen wir Aschaffenburg, voller Eindrücke und mit Vorfreude auf einen fränkischen Schoppen am Abend.
Etappe 3 | Mediterranes Flair trifft Fachwerkromantik | Aschaffenburg bis Freudenberg
Etappe drei führt uns von Aschaffenburg durch eine besonders abwechslungsreiche Mainlandschaft. Der Tag startet hoch über dem Fluss am Pompejanum mit mediterranem Flair und herrlichen Blicken auf Main und Schloss Johannisburg. Über den neuen Steg und Aufzug erreichen wir bequem das Mainufer und verabschieden uns von der beeindruckenden Schlosskulisse.
Hinter Aschaffenburg wird es ruhiger: Wälder, Felder und leichter Rückenwind begleiten uns flussaufwärts. In Obernburg entdecken wir Türme, Tore und mittelalterliche Geschichte, bevor wir weiter nach Wörth am Main rollen mit Fachwerk, Mainpromenade und Schiffbautradition. Campingplätze direkt am Wasser laden zum Durchatmen ein.
Über Trennfurt erreichen wir Klingenberg mit Weinbergen und Charme, passieren Miltenberg, die „Perle des Mains“, mit Fachwerkromantik und dem ältesten Gasthaus Deutschlands. Dunkle Wolken bleiben hinter uns. Trocken erreichen wir unser Ziel Freudenberg.
Ein Tag voller sonniger Mainauen, historischer Städte, Weinberge und naturnaher Rastplätze. Etappe 3 zeigt den Mainradweg von seiner schönsten Seite.
Etappe 4 | Zu Gast bei Schneewittchen | Freudenberg bis Lohr am Main
Etappe 4 auf dem Mainradweg beginnt mit Traumwetter und großartigen Ausblicken. Entlang des nördlichen Ufers begleiten uns Burgen, Fachwerk und viel Geschichte: die Freudenburg im Odenwald, die Henneburg bei Stadtprozelten sowie die kulturell verbundenen Orte Wertheim und Kreuzwertheim. Wertheims Altstadt begeistert mit Stiftskirche, Alter Münz und spannenden Anekdoten rund ums Rathaus.
Der Mainradweg zeigt sich weiterhin von seiner besten Seite: überwiegend asphaltiert, ruhig, ufernah und mit zahlreichen Rastplätzen – völlig zu Recht eine ADFC-Fünf-Sterne-Route. Vorbei an Weinlagen wie dem Kallmuth, Industriehafen, Marktheidenfeld und dem „Blauen Wunder“ wird es leicht hügeliger, aber stets genussvoll.
Über Rothenfels erreichen wir schließlich Lohr am Main – Schneewittchens Heimat und Tor zum Spessart. Ein märchenhafter Abschluss eines abwechslungsreichen Radeltags am Main.
Etappe 5 | Drei Flüsse und zwei Schoppen | Gemünden nach Würzburg
Gut gelaunt starten wir in Gemünden, überqueren die Saale-Mündung und genießen den Blick auf Burgruinen und Fachwerkhäuser. Karlstadt verführt mit Marktplatz, Mainturm und charmanten Anekdoten, Himmelstadt überrascht mit seinem Weihnachtspostamt.
Über Weinberge, rote Sandsteinfelsen und den neuen Höchheimer Steg radeln wir nach Veitshöchheim, wo der Rokokogarten mit rund 300 Figuren zum Staunen einlädt. Schließlich erreichen wir in Würzburg die alte Mainbrücke, Weintradition und das lebendige Studentenflair.
Eine Etappe voller Kultur, Natur und fränkischem Charme, perfekt, um auf dem Mainradweg durch das Herz Frankens zu rollen.
Etappe 6 | Mainidylle mit Premium-Panoramen | Würzburg nach Schweinfurt
Frisch gestärkt starten wir in Würzburg und genießen noch einmal den Blick auf die Festung Marienberg, bevor es dem Main flussaufwärts geht. Sonnige Weinlagen in Randersacker, malerische Fachwerkstädtchen wie Ochsenfurt mit roten Sandsteinen und charmante Altstädte wie Marktbreit laden zu kurzen Stopps ein. Kitzingen überrascht mit breiten Stegen und Aussichtspunkten, Volkach begeistert am lebendigen Marktplatz. Immer nah am Main radeln wir durch idyllische Uferlandschaften, passieren historische Brücken, Museen und Kirchen und spüren die fränkische Lebensart. Den Tag lassen wir entspannt in Schweinfurt ausklingen, voller Eindrücke und bereit für die nächste Etappe.
Etappe 7 | Regen, Fachwerk und Ankunft im fränkischen Rom | Schweinfurt nach Bamberg
Regen begleitet uns an unserem siebten Tag, doch das schmälert nicht den Charme von Schweinfurt, wo das Alte Rathaus die Jahrhunderte überdauerte und die Wälzlager-Industrie Geschichte schrieb. Durch Haßfurt mit seinen Fachwerkhäusern und die hübsche Altstadt von Zeil am Main radeln wir weiter, entdecken historische Kapellen und urige Marktplätze. Bierfranken heißt uns willkommen, während wir am Zusammenfluss von Regnitz und Main die letzten Kilometer auf der ERBA-Insel zurücklegen. Bamberg empfängt uns mit Kopfsteinpflaster, Weinfest-Vorfreude und fränkischer Gastfreundschaft. Trotz nasser Wege und weniger Mainblicke als zuvor sind es die Begegnungen, Stadtidylle und kulinarischen Highlights machen diesen Tag besonders. Am Ende war es doch eine gelungene Etappe sieben.
Tag 8 | Bamberg erleben | Kultur, Bier und Ausblicke
Nach einer entspannten Nacht verlängern wir unseren Aufenthalt in Bamberg und nehmen uns Zeit für diese wunderschöne Stadt. Vom Domberg mit Kaiserdom und Residenz genießen wir beeindruckende Ausblicke auf die Stadt, die wie Rom auf sieben Hügeln erbaut wurde. Auf dem Weg durch die Altstadt entdecken wir Fachwerkhöfe, die lebendige Dominikanerstraße und probieren das berühmte Rauchbier im Schlenkerla, nicht jedermanns Geschmack, aber ein Muss für Reisende, Eine Kaffeepause am Michaelsberg, ein deftiges Abendessen im Brauhaus Sternla und das Bamberger Weinfest runden den Tag ab. Bamberg zeigt sich als perfekte Mischung aus Kultur, Genuss und fränkischer Lebensfreude, ein perfekter Abschluss auf dem Mainradweg.
Fazit:
Mainradweg erleben: Natur, Kultur und Genuss pur
Unsere 8-tägige Radreise von Mainz nach Bamberg zeigt, wie abwechslungsreich der Mainradweg ist. Vom urbanen Rhein-Main-Start über ruhige Auenlandschaften, historische Städte wie Frankfurt, Aschaffenburg und Würzburg bis hin zu den ursprünglichen Flussabschnitten kurz vor Bamberg führt die Strecke durch Natur, Geschichte und Weinkultur. Mit sanften Steigungen, hervorragender Wegeführung und ständiger Nähe zum Wasser wird das Radfahren hier zum reinen Genuss. Jede Etappe verbindet Entschleunigung mit landschaftlichen Höhepunkten, kulturellen Schätzen und fränkischer Gastfreundschaft. In Bamberg findet die Reise einen würdigen Abschluss: historisch, gesellig und inspirierend. Wer den Mainradweg flussaufwärts erkundet, erlebt nicht Tempo, sondern das intensive Zusammenspiel von Landschaft, Kultur und Genuss.







